Bergfunken – um was geht’s?

Seit Juni 2012 werden hier Berichte über das Funken von Berggipfeln im Rahmen des SOTA-Programms veröffentlicht. SOTA steht für Summits On The Air und wurde im Jahr 2003 von einem Engländer gegründet. Seitdem nehmen tausende Funkamateure weltweit daran teil. Weitere Informationen gibt es unter http://www.sota.org.uk und http://www.sota-dl.de.

in Südtirol

Dafür wandern wir auf verschiedene Berge, bauen dort unsere tragbare Funkanlage auf und versuchen in einem Zeitraum von etwa ein bis drei Stunden verschiedene andere Amateurfunkstationen zu erreichen. Wir am Berggipfel sind die Activators, die im Tal die Chasers, also die Jäger. Diese können überall sein, in der Ortschaft, die dem Berg zu Füßen liegt oder am anderen Ende der Welt. 2014 gelang mal eine Verbindung von einem Berg in Niederbayern nach Indonesien auf 12m, also ca. 24MHz mit einer Sendeleistung von 2,5W.

Das Ganze ging richtig los im Jahr 2011 mit dem Rauschberg im Chiemgau als ersten Berg. Dann folgten der Herzogstand bei Wallgau und der Große Falkenstein im Bayerischen Wald.

Als Funkamateur im Chiemgau wurde dann der Hochfelln aktiviert und im Herbst desselben Jahres ging es auf die kleineren Berge zwischen Bergen und Ruhpolding, den Gleichenberg, den Scheichenberg und den Haargassberg.

Zum Thema Punkte: Hohe Berge = viele Punkte.

Ab einer bestimmten Anzahl von gesammelten Punkten gibt es Urkunden und Trophäen. Vorher gibt es schon Auszeichnungen für bestimmte „Meilensteine“.
Aber: man hat ja auch seine bekannten Mitbewerber, und die gilt es hinter sich zu halten. Dass noch viele SOTA-Aktivierer in der Rangliste vor uns sind, beunruhigt uns nicht.

Auf den folgenden Seiten beschreibe ich nun einige SOTA-Aktivitäten, die anderen Gipfelstürmern Tipps zur Anfahrt und zum Wanderweg geben können und mir persönlich auch als Dokumentation dienen. Ansonsten verschwinden die Bilder auf dem Rechner und geraten in Vergessenheit.
Apropos Bilder: Die meisten Bilder wurden mit der im Mobiltelefon integrierten Kamera aufgenommen. Aus Gewichtsgründen verzichte ich auf einen echten Fotoapparat, wenn ich die Kurzwellenfunkausrüstung mitnehme, denn Gerätschaften, Akkus, Kabel, Antennen wiegen in Summe doch einiges.

Das wunderschöne an diesem Hobby ist, dass man Funken mit der Leidenschaft, sich in der freien Natur zu bewegen verbinden kann. Man darf jeden Weg nur einmal im Kalenderjahr befunken. Das hat zur Folge, dass man sich immer um neue Berge umschaut und auch im Urlaub so Wanderungen immer bis zum Gipfel plant. Einkehrmöglichkeiten sind da eher selten.

Nach einem erfolgreichen SOTA-Tag reicht man die Logs über das Internet in der SOTA-Datenbank ein. Das Konto erhöht sich um die jeweiligen Bergpunkte. Good DX!

73, Tom, DJ6TB/p